Induktive Höranlagen bei GRAESKE

Induktive Höranlagen übertragen ein hörbares Signal durch magnetische Induktion. Um einen Raum wird ein spezielles, unauffälliges Kabel verlegt, die sogenannte Induktionsschleife. Dieses Magnetfeld wird von der Spule des Hörgeräts / Hörempfängers aufgenommen und in hörbare Schallschwingungen umgewandelt. Besonders entspannend für Hörgeräteträger ist es, dass dabei keine störenden Nebengeräusche aus dem Raum (andere Gespräche, Rascheln, Nachhall, etc.) übertragen werden.

Mit modernen induktiven Höranlagen kann eine Übertragungsqualität nahe HiFi erreicht werden. Dieser Qualitätsstandard war vor Jahren noch undenkbar.

In den vergangenen Jahren wurde oft geäußert, die induktive Übertragungstechnik sei veraltet und werde von höherwertigen IR- und FM-Übertragungen abgelöst. Diese Aussage hatte eine Zeit lang ihre Berechtigung. Erst in jüngerer Zeit wurden neue Verstärkertechnologien für die Induktionsschleife entwickelt (Konstant-Stromverstärker mit Automatic Gain Control statt einfache Spannungsverstärker) - heute ist die induktive Höranlage ein zukunftsträchtiges Übertragungsinstrument.

Man muss also sehr genau unterscheiden zwischen den Anlagen, die in alter Technik vorhanden sind (und leider heute noch installiert werden) und den Anlagen, die nach neuer Technologie aufgebaut sind. Die Qualitätsunterschiede sind wie Tag und Nacht. Die alte Technik ist nicht in der Lage, die modernen Anforderungen an eine hochwertige Höranlage zu erfüllen.

Die induktive Technologie ist ein kompliziertes Spezialgebiet der Elektrotechnik. Die Übertragungsqualität hängt entscheidend von einer professionellen Planung, einer fachgerechten Installation sowie einer aufwändigen Messung ab. Nur ein perfekt aufgebautes Magnetfeld sichert den Hörgenuss der Gäste. Ein gleichmäßiges und ausgewogenes Klangbild ist möglich - aber nicht durch "PI mal Daumen" erreichbar. Deshalb sollte für die Installation ein Meister / Ingenieur der technischen Akustik beauftragt werden.


Vorteile

- im Vergleich relativ geringer finanzieller Aufwand
- kein Aufwand für Ausgabe von Hörempfängern
- Gäste nutzen ihr eigenes Hörgerät (IR + FM benötigen Zusatzgeräte für die Hörer)
- einfache Handhabung: Strom einschalten, Hörgerät auf Stellung "T"
- keine Wartung seitens des Betreibers notwendig
- keine optische Sichtverbindung notwendig
- keine Störung durch andere Funksender
- unsichtbare Festinstallation
- große Personenzahl erreichbar
- Für Schwerhörige ohne Hörgerät gibt es günstige Taschenempfänger mit Kopfhörer

Nachteile

- aufwendige und fachgerechte Installation notwendig (Fachbetrieb!)
- Übersprechen in Nebenraum möglich

Störungen

Störungen des induktiven Schwerhörigensystems können insbesondere durch Fremdmagnetfelder entstehen. Beispiele hierfür sind Leuchtstofflampen mit konventionellen Vorschaltgeräten, Motoren mit hoher Leistung, nahe gelegene Trafostationen, Hochspannungsleitungen, Fahrdrähte von Straßen- und Eisenbahnen, etc. Diese Fremdeinflüsse können auch durch sorgfältige Planung und Auslegung nicht immer vermieden werden. Vor der Installation ist durch entsprechende Messung zu prüfen, ob eine induktive Höranlage am geplanten Ort sinnvoll ist. Durch eine Frequenzanalyse wird das Ausmaß der Störung auf die Übertragung sichtbar.

Zur Überprüfung der induktiven Hörschleife empfehlen wir, vor Ort einen tragbaren Empfänger bereitzuhalten, mit welchem die Anlage auch von Personen ohne Hörgerät genutzt werden kann. Diese Empfänger eignen sich natürlich auch für Schwerhörige ohne geeignetes Hörgerät und können in größerer Anzahl bereitgestellt werden.


Foto:Verklebung Induktionsschleife kurz vor dem Estrich gießen

Anwendung

Diese Technologie ist nicht nur für große Veranstaltungsräume, Kinos und Kirchengebäude interessant. Nachfolgend einige Vorteile in anderen Anwendungen:

- Wohnzimmeranlagen Gemeinsam mit der Familie Fernsehn "hören", Nachbarn schonen
- Bildungsbereiche: Lernen durch gutes akustisches verstehen erleichtern
- Geschäftsbereiche: Kunden Wertschätzung entgegenbringen
- Bankschalter: Missverständnisse vermeiden
- Auskunftsschalter: Die richtige Bahnkarte kaufen
- Reisebusse: Den interessanten Erläuterungen des Stadtführers zuhören können
- Privatautos: sich einfach ohne Anstrengung unterhalten
- Privates Telefon: Problemlos telefonieren können.

Sprechen Sie mit den Experten von GRAESKE und lassen Sie sich beraten!

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